Integrative Arbeit respektive integrative Erziehung ist die wesentliche Basis der Entwicklung sozialer Fähigkeiten aller Kinder. Ausgehend vom Grundsatz der Gleichwertigkeit und Würde aller Menschen ist Integration eine ethische Verpflichtung, eine kulturelle wie auch soziale Notwendigkeit.
Das Ziel der Integration ist die Förderung der Kinder mit Behinderungen und die Begleitung des gegenseitigen Lernprozesses von Kindern mit Behinderungen und Kindern ohne Behinderungen. Die Aufgabe des KITA-Teams ist nicht primär die behinderungsspezifische Einzelförderung, hier sind andere zuständig wie z.B. das zusätzliche externe Fachpersonal, sondern die Realisierung des gemeinsamen Alltags und des Gruppenlebens entsprechend der individuellen Möglichkeiten der Kinder.
Die Sicherstellung dieses pädagogischen Konzepts bedeutet, dass alle Kinder sich auf der Basis ihres jeweiligen Entwicklungsniveaus im gemeinsamen Handeln, Spielen und Lernen als kompetent erfahren können. Eine entwicklungsbezogene Individualisierung ist Grundlage einer integrativen Pädagogik, die den individuellen Bauplan eines Kindes berücksichtigt und entsprechende Angebote ableitet.
Im Vordergrund stehen die Möglichkeiten und Kompetenzen der Kinder – nicht deren Defizite.
Der Tagesablauf und die Arbeitsmethoden werden prozessorientiert den jeweiligen Bedingungen und Bedürfnisses wandelbar angepasst.
Intensive Beobachtungen unter dem Aspekt der Ganzheitlichkeit (Wahrnehmung der gesamten Persönlichkeit) sind wichtige Grundlagen für die pädagogische Planung. Ausgehend von Vorgesprächen und der Beobachtung erfolgt eine individuelle Zieldefinition für das Kind mit Behinderung.
Wir bereiten Spiel- und Lernangebote vor, bei denen Kinder mit unterschiedlicher Ausgangslage unter Berücksichtigung ihrer individuellen Kompetenzen gemeinsam aktiv werden können.
Klare, überschaubare, ggf. individuelle Regeln und Grenzen für das soziale Zusammenleben und den Alltag werden mit den Kindern erarbeitet, festgehalten und weiterentwickelt.
Durch ihr aktives Miteinbeziehen werden die Kinder ernst genommen, gegenseitige Hilfestellungen unter den Kindern, große für kleine, motorisch versierte für motorisch eingeschränkte etc. Wir relativieren das Streben nach Perfektion durch die pädagogische Kultur des Zulassens und Zutrauens.
Die notwendigen alltäglichen Verrichtungen mit Kindern werden pädagogisch genutzt. Kinder erleben sich als wichtig für die Gemeinschaft, weil sie etwas bewirken.
Die Elementarpädagogik des Kindergartens, die Sonderpädagogik und Therapie fügen wir zu ergänzenden Konzepten zusammen, die allen Kindern zugutekommen.
Kinder sind kleine Persönlichkeiten, deren Entwicklung wir, fördern und auf unterschiedlichen Ebenen unterstützen.
Unser Kindergarten ist eine Bildungseinrichtung, die die Kinder vom ersten bis zum letzten Tag in ihrer Entwicklung optimal fördert.
Integrative Erziehung ist die wesentliche Basis der Entwicklung sozialer Fähigkeiten aller Kinder.